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KOPP - Was ist das?

  • Autorenbild: Evelyn Bierbach
    Evelyn Bierbach
  • vor 8 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit

KOPP ist das Kürzel für Körperorientierte Positive Psychologie.  


Im Sinne von KOPP mit Klienten, Teams oder Gruppen zu arbeiten heißt immer, dass, auf der Suche nach „dem guten Leben“ oder „dem guten Lernen/Lehren/Arbeiten…“, die Erkenntnisse der Positiven Psychologie als Handwerkszeug genutzt werden und gleichzeitig der Körper als Instrument nicht außen vor gelassen wird. 


Der Körper, die Stimme, die Atmung, die Mimik, die Emotionen - all das spricht eine Sprache, all das gibt uns und anderen wichtige Informationen. Unser stressverstärkendes Denken können wir kognitiv stressvermindernd „umstrukturieren“ (Kaluza, 2018/2023), unsere Gefühle bewusst wahrnehmen und wertschätzen und als Informationsgeber nutzen. Und wir können gute (im Sinne von hilfreiche) Gefühle bewusst generieren, die dann wiederum Lösungsfindung und Kreativität beflügeln (Fredrickson, 2009). 


In der Positiven Psychologie (PP) schaut man auf die verschieden Säulen der Lebenszufriedenheit. Im sog. PERMA-Konzept (Seligman, 2011) sind das die positiven/guten Gefühle, es ist das E von Engagement, etwas zu haben, wo man Raum und Zeit vergisst, ganz im Flow ist. Es ist das R von Relationship - nährende Beziehungen zu pflegen, die Ressource der Freundschaften, Beziehungen und Familie. Das M vom PERMA steht für Meaning oder Mattering. Meaning im Sinne von, ich weiß wofür ich morgens aufstehe, mein Tun hat einen Sinn. Und Mattering im Sinne von, mein Tun ist bedeutungsvoll, wird gesehen und wertgeschätzt. Der letzte Buchstabe, das A steht für Accomplishment, die Zufriedenheit, die daraus erwächst, dass man Dinge angepackt und zu Ende gebracht hat, für die Freude aus Erfolgen und Abschlüssen. 


An all diese Säulen kann man kognitiv „arbeiten". Dieses denkende Erforschen und Nähren macht sogar Spaß, ist Selbstreflexion und stärkt uns und unsere Lebenszufriedenheit. All diese Säulen haben aber auch immer eine körperliche Komponente. Freude zeigt sich im Gesicht, in der Atmung, in der Haltung, kann aber auch durch Verhärtung, einen verbissenen Kiefer behindert werden. Gute Beziehungen erwärmen das Herz, können wiederum durch ablehnende Mimik erschwert werden. Abgeschlossene Dinge geben Energie, können aber durch fehlende Energie und Vitalität schwerer fallen. Manchmal beginnt die „Arbeit“ mit dem Körpern, manchmal mit dem Geist, manchmal damit, zu den Gefühlen zu schauen. Alles hängt zusammen, alles beeinflusst sich gegenseitig. Viele Studien belegen das. Eine ganz neue aus 2026 zeigt wieder einmal die „body-brain connection of stress reduction“, also wie körperliche Aktivität die mentale Gesundheit beeinflusst (Kosma, 2026).


KOPP verbindet also beides Körper und Geist in Kombination mit den Gefühlen. Menschen wünschen sich Gesundheit, wie sie auch die WHO definiert, in allen Ebenen. Körperlich möglichst lange vital und gesund zu bleiben (oder diese wieder herzustellen), gesunde Gedanken zu kultivieren, sich gut zu fühlen und auch die soziale Komponente die es für Gesundheit braucht, sich mit anderen gut verbunden zu fühlen. Um selbstbestimmt und kompetent unsere Gesundheit und unser Leben mit zu beeinflussen braucht es das Wissen (Kompetenz) um all diese Zusammenhänge. Vorträge aber noch besser Trainings, 1:1 Coachings und Workshops sind dafür da, Wissen in die Anwendung zu transportieren. 


Das ist auch genau das, was inhaltlich in der Ausbildung Body-Mind Expert thematisiert wird - Grundlagen der Positiven Psychologie (PP) und des Körper-Verständnisses. Beides so, dass man regulierend selbst im positiven Sinne verändern kann oder eben anderen hilfreich zur Seite stehen kann.



 
 
 

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