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śauca (sanskrit) - Reinheit

  • Autorenbild: Evelyn Bierbach
    Evelyn Bierbach
  • vor 13 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit


Im März, passend zur Fasten- und Detox-Zeit, schauen wir im Ekatra auf das Wort śauca, ein Begriff aus dem Yogasutra von Patanjali (YS 2.40), ca 2.500 Jahre alt. Ein Sutra ist ein „Leitfaden", ein Yogasutra ist ein Impuls, der das Leben der Menschen inspirieren soll und der Empfehlungen für den Umgang mit sich selbst, mit der Welt und vor allem zur Vermeidung von Leid enthält. Das Wort „śauca“ (gesprochen sautscha) wird mit Reinheit übersetzt. Einerseits ist damit das Sich-Säubern - innerlich wie äußerlich - gemeint. Ein Säubern von allem, was uns behindert, eng macht, nicht mehr stimmig ist oder krank macht. Andererseits ist mit śauca aber auch gemeint, dass man von vorn herein darauf achten soll, was man sich zuführt. Ist es "rein" und tut es wirklich gut? Oder stopfe ich mich voll? Womit füttere ich meinen Körper oder meinen Geist? Mit welchen (Horror) Movies oder mit welchen Gesprächen (von Dauer-Nölern oder Energieziehern) vergifte ich mich? Wieder einmal realisiere ich, wie diese antiken Sutren noch immer ihre Berechtigung haben und uns inspirieren können. Im Yoga wie auch heute in der Wissenschaft der Postiven Psychologie geht es um das Kultivieren einer inneren Haltung. Einer schützenden und heilenden Haltung. Uns gegenüber und unserem Planeten. Sauca bezieht also auch die Themen der Umwelt (-verschmutzung) mit ein. In śauca zu Leben heißt wahrhaftig zu leben, heißt es weiter. In Abwesenheit von Heuchelei und Lüge, missgünstigem Reden, Hass und Gier. Eben rein. Das Rein-Werden geht mit einem intensiven In-Beziehung-Treten mit sich selbst und der Welt einher. Um das zu finden was man weglassen will, was aufgeräumt werden soll oder einer Reinigung bedarf.  Gedanken, Gefühle, Worte, meine Umwelt oder den Körper. Damit wir wieder frei atmen können. Damit das, was im tiefsten Inneren unschuldig und „ewig rein“ ist, bewahrt wird. 


 
 
 

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